Alles beginnt mit einem ersten Schritt
Also…
Es fing damit an, dass Torsten uns einen Kastenwagen als Camper ausbaute und wir über unzählige Videos übers Ausbauen und was alles so dazugehört irgendwann irgendwie auf Offroad-Mobile stießen.
Leute, die sich eben LKW´s ausgebaut haben und damit durch die Welt reisen, ja teilweise sogar Vollzeit darin leben.
Ich bin immer noch richtiggehend schockiert darüber, dass das möglich ist. Beziehungsweise nicht dass das möglich ist, sondern, dass es Menschen gibt, die das einfach durchziehen.
Seit das also in meinem Kopf ist, gibt es kein zurück mehr. Ich will das auch, will mich nicht mehr ständig zurückhalten, will neue Lebenskonzepte leben.
Ich habe mir immer eingeredet oder/und einreden lassen, dass fester Standort, fester Job, Mann, Kind, fester Wohnsitz das Leben ist, ein gerader Lebenslauf essenziell – aber richtig angefühlt hat sich das selten.
Wenn man ständig was Neues beginnt, rennt man vor irgendwas weg, bekommt nie richtige Routine in dem was man tut, bla, bla, bla – die festgesetzten so tief verinnerlichten Konzepte eben.
So ist es halt das Leben.
Wenn du unglücklich bist, bist du selber Schuld und es gibt Leute denen es wirklich schlecht geht, die sich so ein Luxusjammern nicht leisten können, sagt mein schlechtes Gewissen.
Überhaupt bin ich das personifizierte schlechte Gewissen. Aber wem bringt das was und was hat das denn eigentlich alles mit dem Wunsch reisen zu wollen zu tun???
Vielleicht ist es die Hoffnung die erstarrten Konzepte in meinem Kopf aufzuweichen, wieder über Tellerränder hinausschauen zu können, offener zu werden dadurch dass ich die Welt selbst erLEBE und nicht nur erzählt bekomme. Vielleicht bringt mich das Reisen auf meinen eigenen Weg, der sich gut anfühlt.
Was habe ich letztens gelesen?: Wenn es sich nicht gut anfühlt, ist es nicht dein Leben. Also. aufhören zu jammern und vorwärts gehen oder fahren, egal mit wieviel hochgezogenen Augenbrauen man beäugt wird.
Die richtige Entscheidung oder nicht?
Das verrät uns leider nicht das Licht 🤔
Jedenfalls hatten wir einige tolle Urlaube mit dem Kastenwagen, stellten fest, das diese Art des Reisens funktioniert und uns sehr liegt.
Unter anderem durch die einschlägig bekannten Reisenden aus der „Szene“, denen hauptsächlich ich in den sozialen Medien folge, kriegten wir riesen Lust eine Nummer größer (Torsten) und eine Nummer „offroadiger“ (ich=K) zu werden und sich eventuell auch mal dorthin zu verirren, wohin man mit einem Kastenwagen nicht kommt.
Da Torsten sehr klare Vorstellungen von seinem Offroad-Surfmobil hat schied mein Favorit – ein Landy oder ähnliches mit Dachzelt (das ist doch echt schon auffällig genug, herrje) – aus und wir fixierten uns auf einen kleinen Allrad-LKW, den wir dann auch mit unserem Getüm fanden.
Wie richtig diese Entscheidung war und ob wir damit wirklich so mobil sein werden wie wir uns das wünschen, steht in den Sternen.
In der Zwischenzeit denke ich öfter mal, dass es ein Fahrrad auch tun würde oder am Ende gar… zwei Füße.
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